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Packende Fusion

“”Fruits of Passion & Sorrow” ist das dritte Album der manchmal zum Quintett geschrumpften Band JBBG Smål, die dem Leib des vor 25 Jahren gegründeten Großensembles der JazzBigband Graz entstammt. In Summe gibt es 12 Tonträger der JBBG, die von Horst-Michael Schaffer (tp, flh) und Heinrich von Kalnein (ts, ss, fl) sehr erfolgreich und arriviert geleitet wird. Neben der Stammbesetzung, also den Herren Schaffer und von Kalnein, Karen Asatrian (Klavier, Keys), Thomas Wilding (e-b) und Tom Stabler (dr) wirken der Gitarrist Hanno Busch aus Wuppertal und der Türke Arto Tuncboyacijan (perc, voc) als Gäste mit. Gute Idee, diese beiden Kollegen einzuladen. Sie sind ein raffinierter Zugewinn, potenzieren den Sound und generieren eine imposante Fusion. … Ein Weltstar ist der Perkussionist Arto Tuncboyacijan, der auch des Öfteren singt. …. Er lässt den Einfluss von Melancholie und Enthusiasmus in seiner Musik zu und sendet auch unterschwellig aus, wieviel Leid sein Volk ertragen musste und muss. Das Quintett JBBG Smål imponiert mit Talent, Technik und einer verblüffend musikalischen Gewandheit. „Fruits of Passion & Sorrow“ ist ein Album, das perfekt wirkt. Unter dem Granatapfelbaum hören wir eine Jazz-Fusion, die einen tief berührt.”​

(Ernst Weiss – CONCERTO Magazin)

Höchst abwechslungsreich und dennoch aus einem Guss!

Vielen Dank, Dietmar Hoscher und CONCERTO Magazin für die 5* Rezension des Albums “Fruits of Passion & Sorrow” (NAT 47627)!

Das seit ca. 5 Jahren von Heinrich von Kalnein und Horst-Michael Schaffer geleitete Quintett Jazz Big Band Graz Smål, kurz „JBBG Smål’, legt mit “Fruits of Passion & Sorrow” sein drittes, exzellentes Album vor. Beginnend mit den mystischen Tönen des armenischen Perkussionisten Arto Tuncboyaciyan, der etwa auch mit Joe Zawinul oder Mike Stern arbeitete, unterlegt vom Klavier Karen Asatrians – ebenso armenisch beeinflusst – schwingt sich der Opener „Turquoise” zu einem perkussiv, groovelastigen Fusionfurioso, das neben Schaffer an Trompete und Kalnein am Saxophon auch von Hanno Buschs Strom-Gitarre vorangetrieben wird, aufbauend auf der jungen Rhythmsection von Tom Stabler am Schlagzeug und Thomas Wilding am elektrischen Bass. Die Exkursionen der Solisten fliessen organisch ineinander, Spielfreude paart sich mit musikalischem Einverständnis. „Die Früchte im Titel beziehen sich natürlich auf die ‚Nationalfrucht’ der Armenier, den Granataptel … stehen aber auch für die Musik, die wir hier erschufen und Musik reflektiert und Musik reflektiert ja das Leben in all seinen Facetten”, erklärt Kalnein im Pressetext. In der Tat gestaltet sich die Platte, deren Kompositionen von Asatrian, Busch, Kalnein, Tuncboyaciyan und Schaffer stammen, höchst abwechslungsreich und dennoch aus einem Guss. So finden sich auch langsame, entspannte, fast melancholische Momente, wie etwa auf „Goodbye To A Friend”, sphärische World-music wiederum auf „Ulikhanyan”. Glasklar und stimmungsgeladen produziert wurden die sechs Tracks von Kalnein selbst. Das Vinyl ist in weiss gehalten, sehr laufruhig und steckt in einer schwarzen, gefütterten Innenhülle.

DiHo